Beispiel aus dem Leben
"Ich habe meine Schlüssel verloren." Die Frau in der Fußgängerzone ist ganz aufgeregt. "Haben Sie sie gesehen?" Bedauernd schüttele ich den Kopf und taste willkürlich meine Taschen ab. Gott sei Dank! Mein Schlüsselbund ist noch da.
Aber was ist, wenn ich meine Schlüssel verliere? Auf einen Schlag sind mir viele Möglichkeiten und Selbstverständlichkeiten versperrt. Ich komme nicht mehr in meine Wohnung hinein, dorthin wo ich mich zurückziehen kann und geborgen fühle. Der Autoschlüssel war auch an dem verlorenen Bund: Plötzlich kann ich nicht eben mal schnell irgendwohin fahren. Die Liste dessen, was plötzlich nicht mehr möglich ist, können Sie sicher aus eigener Erfahrung noch ergänzen.
Es tut gut, wenn man in so einem Fall offene Türen findet. Menschen, die einen hereinbitten und mit denen man zur Ruhe kommen kann. Gemeinsam überlegt man: Wo habe ich den Schlüssel zuletzt gehabt, wo benutzt? Kann er aus der Tasche gerutscht sein, oder hat er sich nur in den Tiefen des Mantels verkrochen? Oft findet man so, nachdem man zur Ruhe gekommen ist und neu überlegt hat, seine Schlüssel wieder. Die Freude ist dann groß.
Praktische Nutzanwendung für Sie
Stellen sie sich vor, so wie vor einer verschlossenen Wohnungstür stehen sie plötzlich vor ihrem Leben. Nichts geht mehr, sie finden keinen Zugang, der Schlüssel ist weg. Sie fühlen sich aus ihrem eigenen Leben ausgesperrt. Die Lebensfreude ist ihnen plötzlich abhanden gekommen. Vertrautes scheint auf einmal fremd und fragwürdig. Was sie auch versuchen, es ist nicht wie sonst, irgendwie ist der Zugang versperrt. Es ist gut, wenn man auch dann offene Türen findet. Orte, an denen man Abstand gewinnen und Ruhe finden kann, um dem Verlorenen auf die Spur zu kommen.
Manche Kirchen haben offene Türen. Für viele Menschen sind dies Orte der Ruhe, an die man sich zurückziehen kann und vielleicht im stillen Zwiegespräch mit sich selbst oder im Gebet einen anderen, vielleicht neuen Blick auf das Leben gewinnt. So kann es geschehen, daß man das, was man verloren hat, wiederfindet. Möglicherweise war es gar nicht verloren, sondern nur versteckt.
Hilfe
Es gibt auch Menschen, die eine solche
Ruhe ausstrahlen, daß man sich ihnen ein Stück weit
anvertrauen kann, die zuhören können, denen man von dem "Verlorenen
im Leben" oder vom "Verlorensein" sagen
kann. Dies sind Menschen, die nichts breit treten, sondern auf
der einen Seite schweigen können wie ein Grab und auf der anderen
Seite aktiv mithelfen können,
den "Schlüssel" zu suchen und wiederzufinden. Diese können und
wollen mittragen, denn geteilte Last ist halbe
Last. Die Bibel sagt, sie sind wie ein offener Brief,
der von allen Menschen lesbar ist, weil ihr Leben unter der Obhut Gottes
steht. Sie suchen nicht ihren Vorteil,
sondern dem Anderen zu dienen.
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